Dr. med. Uwe Günter biologische Orthopädie – Stress-Medizin – individuelle Entzündungsdiagnostik und Neuraltherapie Privatpraxis Privat- und Kassenärztliche Praxis

Arthroskopie und ganzheitliche Therapie bei Knorpelschäden und Gelenkentzündung (Synovialitis)

Trotz einer ganzheitlicher Therapie kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bei Knorpelrissen in Frage kommen.

Der Grund ist die mangelnde Potenz der Knorpelzellen (Chondrozyten), sich schnell an diese Veränderung anzupassen. Sie zählen zu den bradytrophen Geweben und können sich nicht mehr „teilen“, was nur die embryonalen Chobdroblasten in der ersten Lebensjahren können (müssen). In der Knorpelmatrix befinden zahlreiche Proteine wie Kollagen, Chondroitin, Hyaluronsäure usw., jedoch keine Nerven- und kaum Entzündungszellen. So machen sich irreparable Schäden durch Unfälle, Überlastungen in Arbeit, Sport und Spiel erst bemerkbar, wenn eine Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis) oder des benachbarten bzw. überlasteten Knochens auftritt.

Die Symptome des Knorpelschadens, welche bei bestimmten Belastungen auftreten, werden nun „wetterabhängig“ und können auch nach einer Belastung, je nach Stress sowie sogar in Ruhe bzw. nachts auftreten.

Bevor zu unsinnigen Einreibungen, Wickelungen und Tabletten je nach Werbung und Erfahrung übergegangen wird, helfen hier Untersuchungen durch Röntgen (aber nur nach Unfällen), Tomographien (man sieht im MRT die „Knochenentzündung“), Sonographien (man sieht die „Schleimhautentzündung“ bzw. „Schleimbeutelentzündungen“) sowie die klassische Untersuchung (man sieht, fühlt und misst das eingeschränkte Kapselmuster nach Cyriax), welche ohne diese Diagnostik nicht zu diesen Differentialdiagnosen zwischen akutem Gelenk(b)innenschaden, immer wieder kehrendem Gelenkschnupfen oder chronischem Verschleiss gelangt.

Sollte die Krankengeschichte (Anamnese), der klinische Befund (Status) sowie die apparativen Befunde bzw. schriftlichen Berichte (Paraklinik) diesen Knorpelschaden belegen und die Begleitentzündung durch Punktionen, Injektionen und Infusionen nicht beherrschbar sein, kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) den weiteren Verlauf durch die Naht, Entfernung oder Glättung des Knorpels bzw. spezielle Knorpelersatzverfahren deutlich beeinflussen.

Eine wichtige Zweitmeinung wird nur noch selten von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Suchen Sie trotzdem Rat mit vorhanden Unterlagen oder zur Aktualisierung des Zustandes des Gelenkknorpels. Dann können individuelle Konzepte mit und ohne Arthroskopie helfen.

Liebe Patient:Innen,

Leider findet aufgrund der Quartalsabrechnung am 29. und 30.9.22 und wegen der Herbstferien vom 10.10. bis 21.10.22 eine eingeschränkte Sprechstunde statt.

Wir bitten um Ihr Verständnis.