Dr. med. Uwe Günter biologische Orthopädie – Stress-Medizin – individuelle Entzündungsdiagnostik und Neuraltherapie Privatpraxis Privat- und Kassenärztliche Praxis

extrakorporale Stoßwellen-Therapie (ESWT)

Die extrakororale Stoßwellen-Therapie (ESWT) ist eine besondere Form der Schmerztherapie.

Sie kommt nicht nur bei Steinleiden (früher Gallensteine, heute nur noch Nierensteine), sonder auch bei Verkalkungen und nicht verkalkten Sehnenansatzbeschwerden, Muskelverspannungen und Triggerpunkten zur Anwendung.

Die Stoßwelle nutzt die Wirkung von Schallwellen auf Gewebearten und deren Schwingungsunterschiede, d.h. dass je nach Beschaffenheit mechanische und biologische Folgen eintreten. Einerseits wird ein Stein bzw. eine Verkalkung zertrümmert, zerbröckelt bzw. aufgelöst. Andererseits werden v.a. Gefäße in Geweben und Wunden zum Wachstum angeregt, was nicht nur mehr Nahrung und Sauerstoff für das Gewebe, sondern schnellere Heilung bedeutet.

Je nach Stärke der Schallwellen (man unterscheidet harte und weiche Stoßwellen) muß neben der Nutzung eines Kontaktgels auf der Haut wie beim Ultraschall (extrakorporal bedeutet von außerhalb des Körpers) eine örtliche Betäubung vorgenommen werden. Vor- und nachher werden entsprechende Ultraschall-Aufnahmen zur genauen Analyse und Beobachtung angefertigt.

Pseudarthrose nach Schenkelhalsfraktur trotz standadisierter Versorgung und Reha

Die größten Erfahrung wurden mit der „harten“ Stoßwelle neben den o.g. Steinleiden in der Orthopädie bei mangelnder Knochenheilung (Pseudarthrose) in Narkose erzielt. (siehe Abb.).

Weitere Erfolge kann man bei Sehnenverkalkung oder Sehnenansatzerkrankungen wie der „Kalkschulter“ und dem „Tennisellenbogen“ erreichen.

Die „weiche“ (niedrigenergetische) Stoßwelle kommt immer häufiger erfolgreich bei muskulären Beschwerden zum Einsatz und ist wirksamer bzw. länger anhaltend als Massagen.

Laut Gegenstandskatalog aller gesetzlich Versicherten ist seit dem 1.4.19 die Anwendung bei der Plantarfaszitis, einer schmerzhaften Entzündung der Fußsohle(nsehne) an der Ferse diese Behandlung 3 x erlaubt. Dabei werden v.a. Schmerzen mit oder ohne Befund eines „Fersensporn“, welcher nur im Röntgen erkennbar ist, oder eine Gangstörung behandelt.  Je nach Wunsch oder Notwendigkeit einer weiteren Behandlung werden dann Behandlungstermine vereinbart.