Abb. 1 sterile Punktion des linken Kniegelenkes

Unter der Punktion eines Gelenkes versteht man das Eingehen in ein Gelenk durch Haut, Unterhaut, Bindegewebe und Kapsel mit einer hohlen Nadel (Kanüle) unter sterilen Bedingungen. Der Grund ist meistens eine Gelenkerkrankungen oder -verletzung mit vermehrter Ansammlung von Flüssigkeit (Synovia, Eiter, Bluterguss). Das Ziel ist das Ablassen der Flüssigkeit, das Einsenden dieser zur weiteren Diagnostik in ein Labor und/oder Einspritzung von Arzneien wie Procain, Ozon, Homöopathika, Eigenserum oder einem so genannten Knorpelmittel bzw. –präparat mit Hyaluronsäure je nach Gelenkerkrankung.

Nach schriftlicher Aufklärung sowie bequemen Lagerung auf einer Liege mit Einmalunterlage in einem separaten Raum mit desinfizierbaren Boden, Wänden, Liege usw. („Spritzenzimmer“) nutzt der Arzt, welcher entsprechende Kleidung und sterile Einmal-Handschuhe trägt, ein so genanntes steriles Spritzenbesteck, Desinfektionsmittel, sterile Einmal-Tupfer, -Spritzen und -Kanülen. Ein steriles Lochtuch kann fakultativ bei entlastenden Punktionen verwendet werden. (Abb.1)

Abb.2 sterile Injektion von 5ml Procain 1% in ein linkes Schultergelenk

Sehr selten ist bei dieser schmerzarmen Behandlung eine örtliche Betäubung notwendig.

Am häufigsten sind Injektionen in das Knie(gelenk) nötig.

Darüber hinaus können andere Gelenke wie Schulter(gelenk) (Abb.2), Hüft(gelenk)e, Hand-, Sprung- und Zehengelenke behandelt und „Pillen“ einschließlich deren Nebenwirkungen auf Magen, Darm, Leber und Nieren eingespart werden.

Im Gegensatz zu Arzneien, welche in sterilen Einmal-Ampullen erhältlich sind, wird bei der Eigenserum-Therapie zuerst Blut des Patienten gewonnen und in patentierten Einmal-Monovetten bzw. -Spritzen bei einer Temperatur von 37° gelagert. Während einer „Brutzeit“ von 3 Stunden werden die noch lebenden Blutzellen durch Materialien in den patentierten Monovetten bzw. Spritzen zur Bildung und Abgabe unterschiedlicher Botenstoffe angeregt, welche anschließend in einer Zentrifuge bei standadisierten Umdrehungszeiten im weißen Serum isoliert werden. Dieses Serum wird unter sterilen Bedingungen gewonnen und durch einen speziellen Filter in bzw. an erkrankte Gewebe (Gelenke, Schleimbeutel, Sehnenscheiden, jegliche Wunden oder Zahn- bzw. Kieferknochenlöcher (so genannte NICOs)) injiziert.