Die Therapie mit Eigenblut bzw. -serum oder konditioniertem Plasma

Einführung

Diese Therapie nutzt die Eigenschaften bzw. Fähigkeiten des im Blut vorhandenen Faktoren, welche zur Ernährung und Entgiftung aller Gewebe und Zellen lebensnotwendig sind, jedoch sehr oft durch Störungen der so genannten Blut-Gewebe-Zelle-Schranke eingeschränkt bzw. erloschen ist. Sie wird seit Jahren nicht nur bei Durchblutungsstörungen und Krebs, sondern auch bei speziellen chronischen Entzündungen und immer häufiger bei Sportlern mit nicht heilenden Verletzungen eingesetzt. Zur Wirkung kommen einerseits Faktoren, Substanzen bzw. Botenstoffe aus den so genannten Blutplättchen (Thrombozyten) bei der PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma) und andererseits aus den weißen Blutzellen (Leuko- und Lymphozyten). Im Rahmen der PRP bzw. Eigenplasma-Therapie werden v.a. wachstums- bzw. Wundheilungsfaktoren lokal bzw. örtlich durch Einspritzung in nicht heilende offen und geschlossen Verletzungen und bei der Eigenserum-Therapie v.a. immunologisch wirksame Faktoren lokal und systemisch durch Einspritzung in chronisch entzündete Geweben aller Art genutzt.

Vorbereitung und Durchführung

Labor(platz)

Bei der Vorbereitung wird zuerst Blut des Patienten gewonnen und in (patentierten) Einmal-Monovetten bzw. -Spritzen bei einer bestimmten Temperatur in einem „Brutschrank“ gelagert.

Zentrifuge mit Ausgleichsgewicht

Im Rahmen dieser „Brutzeit“ werden die noch lebenden Blutzellen durch Materialien in den (patentierten) Monovetten bzw. Spritzen zur Bildung und Abgabe unterschiedlicher Botenstoffe angeregt, welche anschließend in einer Zentrifuge bei standadisierten Umdrehungszeiten im weißen Plasma bzw. Serum isoliert werden. Dieses Serum wird dann unter sterilen Bedingungen gewonnen, gelagert bzw. eingefroren oden am besten „frisch“ durch einen speziellen Filter in bzw. an erkrankte Gewebe und Zellen (Gelenke, Schleimbeutel, Sehnenscheiden, jegliche Wunden oder Zahn- bzw. Kieferknochenlöcher (so genannte NICOs)) injiziert bzw. gespritzt.