Entzündung der Schleimhaut der Schulter

Eine der häufigsten Störungen bei Schulterschmerzen sind die so genannte eingefrorene Schulter (engl.: frozen shoulder), das Einklemmsyndrom (engl.: Impingement) und die Kalkschulter (lat.: Tendinosis calcarea). Dabei sind die Verklebung der Schleimhaut, der Verschleiss des Schultereckgelenkes mit Verformungen des äußeren Endes des Schlüsselbeins (Clavicula) und des Schulterecks (Acromion) nach „unten“ sowie die Verkalkung der Sehnen eine der Ursachen, welche zu schmerzhaften Entzündungen (lat.: Synovialitis oder Bursitis) und zu Sehnenrissen führen können. Diese Erscheinungen erkennt man im Ultraschall (lat.: Sonographie), im Magnet-Schicht-Röntgen (MRT) oder im klassischen Röntgen. Verklebungen, Entzündungen, Verformungen und Kalkeinlagerungen lassen sich oft nur operativ beseitigen. Die Schulter-Spiegelung (lat.: Arthroskopie) ist eine einfache und ambulant durchführbare Methode.

Nachdem der Patient 6 Stunden nichts gegessen, geraucht und getrunken hat (Aussahme sind wichtige Medikamente), wird er nach Eintritt der Vollnarkose mit dem Op-Tisch wie ein Liegestuhl (engl.: beach chair) so gelagert, dass die Schulter von vorn, seitlich und hinten gut erreichbar ist.

Fräse entfernt krankes Gewebe im Schultergelenk

Im Rahmen der Arthroskopie wird zuerst das Schulterhauptgelenk gesichtet, gegebenenfalls mittels einer Tasthakenuntersuchung Schäden ertastet und fotografiert. Schließlich werden einerseits das verklebte Gelenk ausgespült, entzündetes Schleimbeutelgewebe eingetrocknet oder abgesaugt, Verkalkungen abgetragen und Knochensporne geglättet.

Je nach Entzündungsgrad oder Knorpelschaden wird Procain oder Hyaluronsäure noch im Operationssaal oder in der Praxis in das Gelenk gespritzt.

Abschließend wird eine Drainage zur Absaugung des Blutergusses eingelegt. 2 Stunden nach der Operation kann jeder Patient per Transport nach Hause.

Für den Erfolg dieser Operation ist es sehr wichtig, dass gleich nach dem Aufwachen Schmerztherapie und nach Entfernen der Drainage Bewegungstraining selbstständig und regelmäßig vom Patienten durchgeführt wird. Fäden werden nach ca. 14 Tagen durch das Team des Operateurs entfernt. Eine Motorschiene und Störfeld-, Narben- bzw. Neuraltherapie helfen gern im Rahmen der Rehabilitation.